Eine genial einfache Kleinigkeit im Segelsport

Die Geschichte eines Knotens und seiner "Lösung"

Vermutlich war es ein Segeltag wie viele andere zuvor, der Georg Haupt, Lehrwerkmeister und leidenschaftlicher Segler, von einer Sekunde zur anderen zum Erfinder werden ließ.

Vielleicht war es der Moment, in dem er nach der Kenterung seiner Jolle wieder an die Oberfläche kam und sich über die Ursache ärgerte? Dieser verdammte Knoten war es, mit dem das Vorsegel an der sog. Vorschot befestigt ist. Mit dieser Schot (Seil) zieht man das Vorsegel bei der Wende im richtigen Moment von der einen Seite des Bootes auf die andere. Dabei muss es um den Mast und um die Drahtwanten, mit denen der Mast verspannt ist, herumgezogen werden.

Und genau hier ist es passiert, dass der fachmännische Knoten sich nur für einen kleinen Moment verhakte. Das Resultat war, dass das Vorsegel nicht frei war, eine plötzliche Windböe in das Segel drückte und so die Jolle umwarf. Platsch!!!

Der Geistesblitz

Wenn man erstmal für ein Problem sensibilisiert ist, fallen einem Dinge und Zusammenhänge auf, die man vorher nicht bemerkte, und die alle anderen auch meist nicht sehen.

Georg Haupt sah es nun ganz klar: Knoten bilden Kanten, die sich an anderen Kanten verhaken können. Wenn diese Erkenntnis allein auch vielleicht nicht so speziell ist, ist die Idee zur Lösung des Problem es aber durchaus!

Wenn man nicht ohne Knoten auskommt, muss man eben seine Kanten "glätten", indem man etwas darüber legt! Das funktionierte zwar sogar schon mit Klebeband, aber es sah nicht professionell aus.

Genial einfache Lösung

Einige Grübeleien und Holzmodelle später war er geboren, der TSI oder voll ausgeschrieben der "Tack-Speed-Improver".

Er wird wie eine Perle auf das Seil aufgezogen und in seinem Inneren "verschwindet" der Knoten einfach! Durch die abgerundete Form kann nun nichts mehr am Knoten hängen bleiben.

"Tack-Speed-Improver" heißt übersetzt "Wenden-Beschleuniger" und ist genau das, was er durch das Verhindern des Verhakens bewirkt, die Wenden werden flüssiger und somit schneller. Und abgesehen davon ist ein Kentern normalerweise etwas, das man nicht nur bei einer Regatta vermeiden möchte.

 

Einfach mal machen

Wenn man ein Mann der Tat ist, so wie Georg Haupt, dann will man nicht lange mit dem Bleistift arbeiten, sondern etwas zum Testen haben. Als gelernter Holz- und Kunststofftechniker ging es mit Holzmodellen los. Wegen der Feuchtigkeit musste der TSI dann aber doch aus Kunststoff sein, den er mit einer einfachen CNC-Fräse an seinem Arbeitsplatz in der Berufsschule bearbeitete. Kaum Mitglied im DEV, nahm er die Hilfe des Sektionsleiters und Konstrukteurs André Bujok an, um seinen "Tack-Speed-Improver" in ein professionelles 3D-Modell zu verwandeln und so auf einfache und schnelle Weise verschiedene Varianten und Größen erzeugen zu können.

Mit diesen 3D-Modellen gelang es dann auch, relativ günstige und professioneller gefräste Produkte zu bestellen.

Der Markt

Wer hat nun aber etwas davon, wenn die Wende besser klappt als früher oder wenn das Boot seltener kentert?

Genau betrachtet jeder, der kleine oder mittlere Boote segelt. Auch Segelschulen sollten leicht zu überzeugen sein, und gehören auch schon zu den Kunden von Georg Haupt, der bereits seit zwei Jahren seine TSI in kleinen Stückzahlen produziert und verkauft.

 

Denkbar wären aber auch andere Anwendungen, bei denen ein Verhaken oder Hängenbleiben eines Seils vermieden werden soll, vielleicht beim Bergsteigen oder in der Fischerei?

Das Ziel des Erfinders

Georg Haupt hat in seinem Leben schon viel gemacht, unter anderem auch bereits einen eigenen Betrieb geleitet, doch diese Art von geschäftlichem Wagnis möchte er sich im Ruhestand nicht noch einmal vornehmen. Daher wäre er auch mit kleineren Brötchen zufrieden und wünscht sich den Verkauf seines Geschmacksmusters, oder einen starken Vertriebs- und Produktionspartner, der an einer Lizenz interessiert ist.

Kontakt

Georg Haupt

 

Info: www.tsi-sail.de

Tel.: 0176-48387814

Mail: info@tsi-sail.de

Autor: André Bujok

Kontakt über:

Andreas Noack

Patentanwalt

 

email@erfinder-hamburg.de
Tel.: 0176 81196548

 

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